Summercamp 2019

Bericht von Sieglinde Reinhard
Auch in den kenianischen August-Ferien war wieder ein Team von Aktiven im Chica-Team im MMH aktiv. In vielen Workshops wurden wieder Fertigkeiten erweitert, Neues ausprobiert, Bewährtes vertieft und zusammen gebastelt und gemalt. Die Berichte zu den Themen „The Lion inside“ und „Neue Holzbänke“ zeigen bereits einen ersten Teil der gemeinsamen Aktionen. (Beide Artikel sind bereits auf unserer Haupt-Homepage erschienen.)
Weitere Aktivitäten während der ersten drei Wochen im August waren:
Coaching der älteren Jugendlichen durch den Sozialarbeiter James, Michael Störmer von CHC und die lokale Organisation Hidden Gem. Dabei standen die Vorbereitung auf die Zeit nach dem MMH und der Übergang in die JKR im Mittelpunkt. Teilgenommen haben die Jugendlichen aus dem MMH und aus den medizinischen Patenschaften. Besonders beeindruckend für alle war ein dreitägiges Programm außer Haus, das in einer Schule am anderen Ende von Nairobi abgehalten wurde.
Unterschiedliche Bastelarbeiten, die in der Mehrzahl unter dem Motto „Blumen, Schmetterlinge, Eulen und Fische“ standen. Je nach Altersstufe kamen dabei verschiedene Techniken zum Einsatz. Viele der Ergebnisse hängen jetzt an Wänden und Decken und ergeben so einen farbenfrohen Schmuck der gemeinsam genutzten Räume. Weitere Programmpunkte waren das Basteln von Portemonnaies aus leeren Tetrapak-Kartons, von Schalen aus langen Papierstreifen und von Masken aus Papptellern.
(Aus-)malen und zeichnen „für jedermann“. Da viele auch der jüngeren Kinder inzwischen gut im Umgang mit Farben geworden sind, wurde erstmalig Bilder im sogenanntem „intense colouring“-Modus farbig gestaltet. Beliebt ist es auch, Dinge nachzuzeichnen, die entweder an der Tafel Schritt für Schritt gezeigt werden oder die auf einem Blatt frei Hand von oben nach unten bzw. von rechts nach links kopiert werden.
Für die besonders begabten Kinder wird schon seit einiger Zeit regelmäßig eine Kunstklasse von Jacob, einem MMH-Abgänger aus dem ersten Jahrgang 2013, durchgeführt. Diese Gruppe der Kinder hat unter Anleitung von Linda eine große Arbeit im Stil von James Rizzi erstellt. Jacob hat zu den Themen „Porträt-Zeichnen“ und „Positiv-/Negativ-Darstellungen“ unterrichtet.
Wie üblich, standen am Nachmittag Bewegung und Sport auf dem Programm, entweder auf dem eigenen Feld hinter dem Schlafraum-Gebäude oder in der benachbarten Tumaini-Schule. Oft wurden diese von David, auch einem ehemaligen MMH-Abgänger oder von Senior Social Worker Charles angeleitet. Auch der bei den Kindern sehr beliebte gemeinsame Spaziergang nach Nderu durfte nicht fehlen.
Alternativ wurde am Nachmittag wieder viel mit Wolle gearbeitet. Dieses Mal lag das besondere Interesse der Kinder auf dem Häkeln von Taschen und Rucksäcken, die „Monkey Bags“ genannt werden. Dank der umfangreichen und großartigen Woll-Spenden sind auch dabei wieder viele schöne Dinge entstanden. Und nebenbei wurden weitere Häkel-Techniken geübt.
Arbeiten mit Stoffen, Nadel und Faden wurden von Kerstin Wientzek angeleitet.
Zwei Nachmittage waren für alle Beteiligten besonders herausragend:
Zum einen wurde der Zahnarzt Dr. Ziegler, der von Beginn an als Arzt im Medical Center aktiv war, anlässlich seines letzten Einsatzes in einer sehr beeindruckenden Feier verabschiedet. Alle Kinder kannten ihn gut als „ihren Zahnarzt“. Daher war es ihnen ein Bedürfnis, ihm und seiner als Assistentin aktiven Ehefrau mit zwei großformatigen Nagelbildern eine bleibende Erinnerung zu überreichen. Als weiteres Dankeschön hatte die Gesangsgruppe des MMH ein persönliches Abschiedslied einstudiert und vorgetragen.
Ein weiterer Nachmittag stand im Zeichen einer erstmalig durchgeführten „Awarding Ceremony“. Einige Spenden, die im Laufe des Jahres im MMH angekommen sind, wurden gesammelt und verwendet, um Kinder für besondere Leistungen zu belohnen. Dabei wurden zum einen gute Schulnoten oder deren Verbesserung, aber auch Sauberkeit in den Schlafräumen, gutes soziales Verhalten und gutes Verhalten als Team ausgezeichnet. Dabei wurde immer wieder betont, dass alle, die dieses Mal keine persönliche Tüte als Belohnung in Empfang nehmen konnten, versuchen sollen, im nächsten Jahr eine persönliche Bestleistung zu erreichen.

Insgesamt sind die Stunden im MMH wieder sehr schnell verflogen. Die Zusammenarbeit mit Sozialarbeiter-Team und den Müttern des MMH ist beeindruckend gut und für uns ist es eine große Freude zu sehen, wie die Kinder dankbar und engagiert weitere Fähigkeiten entwickeln.

Alle dazugehörigen Bildgalerien sind durch Anklicken der jeweiligen Links zu finden.

 

 

 

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