Summercamp 2014 – Workshop „Von der Sonnenuhr zur modernen Quarzuhr“

Von Nicholas Maina und Arno Pfeifer
Uhren bauen in Kenia! Warum gerade in einem Land in dem die Uhren doch so ganz anders „laufen“ wie bei uns in Europa? Hier geht man anders mit der „Ressource“ Zeit um. Man geht nicht im Takt zum Sekundenzeiger. Pragmatismus ist hier im Umgang mit der Zeit angesagt. Wer kann schon sagen wie lange ein Matatu (kenianische Variante des öffentlichen Buses) von Nairobi nach Thika braucht. Regnet es? Schon steht der Verkehr in der Stadt still. Schon können es zwei Stunden mehr sein. Lebt man hier, sollte man nicht ein Getriebener der Zeit sein, sonst würde man wohl irgendwann den Verstand verlieren. Vielleicht war genau dieser Gedanke die Geburtsstunde des diesjährigen Workshops.

Aus einfachen Uhrwerken sollten „afrikanische“ Uhren werden. Mit unterschiedlichsten Hölzern, vielen Farben und natürlich jeder Menge Kreativität entstanden so viele phantastische Wanduhren. Wobei das ausgefallene Design der Zifferblätter nicht unbedingt zur exakten Zeitmessung geeignet ist. So wurde auf eine genaue Stundenanzeige verzichtet, was dann aber wiederum mehr Freiraum für kreative Designs bot. Mit Säge, Feile und Schmirgelpapier entstand so eine Vielzahl unterschiedlichster Wanduhren, wie etwa in Form des afrikanischen Kontinentes. Die genaue Küstenlinie auf die Holzplatte zu zeichnen und dann noch die Landesgrenzen einzuzeichnen, erforderte hier neben geographischem Wissen auch genaues arbeiten. Bei dem darauf folgenden aussägen des „Kontinents“ war Geschicklichkeit beim Umgang mit der elektrischen Stichsäge gefragt, damit Afrika nicht plötzlich die ein oder andere Meeresbucht hinzu bekommt. Nach dem verzieren der Zifferblätter konnte zum Schluss das Uhrwerk eingepasst werden, wobei darauf zu achten war, dass der Umlauf der Zeiger durch nichts behindert wird. Dann noch die korrekte Zeit einstellen und fertig war die individuelle Wanduhr.
Die fünf Tage des Summer Camps sind wie im Fluge vergangen. Wunderschöne Sachen sind in dieser Zeit entstanden (siehe Bilder). Ich kann mich nur bei allen Mitarbeitern des MMH bedanken, die unser Summer Camp mit gestaltet haben und so zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

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