Summercamp 2013 und wie sich eine neue Tradition im Mothers‘ Mercy Home entwickelt

von Dr. Corinna Röhricht

Wenn sich 113 Kinder mit leuchtenden Augen in der Common Hall des Mothers‘ Mercy Homes versammeln und den Tag mit einem Tanz beginnen, dann ist Summercampzeit im MMH.
Traditionen entwickeln sich durch Wiederholung, so auch das seit 2010 jährliche stattfindende Summercamp. Für eine Woche können die Kinder und Jugendlichen den Alltag abschütteln und in verschiedenen Workshops neue Erfahrungen sammeln.

Während die Kleinsten noch ein bisschen schüchtern den „Little Fingers“ Workshop starten – für sie ist es das erste Summercamp und sie wissen noch nicht ganz genau, was da so auf sie zukommen mag – sind die „Älteren“ bereits wahre Profis und haben hohe Erwartungen an die „Muzungus“ aus Deutschland. Dass wir den Erwartungen dann auch gerecht werden konnten, ist jedem Einzelnen des Teams rund um Kerstin Wientzek geschuldet, die sich in teilweise wochenlanger Arbeit auf Ihren Einsatz und Workshop vorbereitet haben. Da werden Experimentierkoffer vor staunenden Augen zum Einsatz gebracht, ausrangierte Bettlaken und Uniformblusen mittels Batik zu neuem Leben erweckt, lebensgrosse Porträts der Kinder zu Collagen verarbeitet, Webrahmen, Spiele und Handtuchhalter geschreinert, Armbänder und Ketten aus afrikanischen Perlen gefertigt und gewebt, gemalt, geklebt und gebastelt was das Zeug hält.
Bei dem traditionellen Njama Choma – dieses Jahr waren es bereits drei Ziegen, die genüsslich verspeist wurden, – dem Ausflug und der Movie Night fehlt dann aber garantiert keiner mehr. Für die Jugendlichen der Form 3 ist das Summercamp zugleich auch Auftakt in einen neuen Lebensabschnitt. In dem Workshop „How do I manage my finances“ lernen sie z.B ein Haushaltbudget zu erstellen, einen Lebenslauf zu schreiben und ein Vorstellungsgespräch zu meistern. Dies ist der erste wichtige Vorbereitungsschritt für ihr selbständiges Leben außerhalb des MMH im Jahr 2014, wenn sie die Secondary School beendet haben.
Mit guten Traditionen soll man nicht brechen und so denkt manch einer schon über seinen Workshop für das Summercamp 2014 nach, die Ziele sind hoch gesteckt!

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