Summercamp 2012 – Workshop Water: Source of Life

Charles Muigai (Sozialarbeiter) Andrea Blumör
Was gibt es 12-jährigen und älteren Kindern Neues über Wasser zu erzählen? Doch höchstens eine andere Perspektive auf das Element Wasser – Wertschätzung der eigenen Resourcen, Ernstnehmen der eigenen Wahrnehmung, Möglichkeiten, Wasser mit einfachen Mitteln zu erhalten. Das war der Versuch.
„I learnt that I didn’t know everything about water.”
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde sind wir zum Bächlein gegangen, das zum Grundstück gehört. Ich hatte den Kindern aufgetragen, schweigend das Wasser zu beobachten. Nach einer stillen Unendlichkeit, brach ich das Schweigen mit der Frage: Was seht ihr? Da standen sie vor dem Bächlein, das sie schon so oft gesehen hatten und sollten beschreiben, was sie sahen oder gar fühlten. Das war schwer.
Später haben wir dann das Wasser des Bächleins mit dem Wasser eines toten Tümpels, der nebenan war, verglichen. Wasser, die Quelle des Lebens, wir haben über den Wasserhaushalt des Körpers gesprochen, über den Unterschied des Wasseranteils im Körper von Frauen und Männern, über Blutzellen, Verdauungssäften, Schweiß und Urin.
Vom Körper zur Umgebung. Wir haben uns die Wasserversorgung des Mothers Mercy Home angesehen. Hier konnten die Kinder berichten und Geschichten rund ums Wasser erzählen. Das MMH wird nur eine begrenzte Zeit der Ort dieser Kinder sein. Wie werden sie mit der Wasserversorgung klar kommen, wenn sie selbst dafür sorgen müssen? Wir sprachen darüber, wie Wasser kontaminiert wird und wie man es mit einfachen Mitteln reinigt, über Hygiene im Allgemeinen und Wasserhygiene im Besonderen und darüber, dass die Wartung Kosten verursacht.
Am Ende war das doch viel und das ein oder andere auch neu. Die Kinder haben dann bildnerisch umgesetzt, was in ihren Köpfen war: Das Bächlein mit dem Stacheldraht, die Verdauungsorgane, die verschiedenen Wasserkanister, Bakterien und vieles mehr.
„Tell the others what you learnt, become a teacher when you got something new.” (Charles Muigai)
Wir haben gemeinsam die Abschlusspräsentation vorbereitet, drei Kinder ausgewählt, die sprechen sollten und die Zeichnungen auf Tapetenrollen geklebt. Und das Ganze am letzten Tag den anderen präsentiert.
Was können wir nun vom Bächlein lernen?
Trotz aller Hindernisse findet das Wasser immer einen Weg. Manchmal einen sehr eigenen.
Hoffen wir, dass die Kinder ihren ebenfalls finden.

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